Grüne begrüßen Förderung der Lübecker Frauenhäuser durch die Hansestadt

Gestern hat die Lübecker Bürgerschaft beschlossen, mit dem autonomen Frauenhaus des Vereins Frauen helfen Frauen e.V. sowie mit dem Frauenhaus der Arbeiterwohlfahrt langfristige Budgetverträge abzuschließen.

01.04.22 –

Gestern hat die Lübecker Bürgerschaft beschlossen, mit dem autonomen Frauenhaus des Vereins Frauen helfen Frauen e.V. sowie mit dem Frauenhaus der Arbeiterwohlfahrt langfristige Budgetverträge abzuschließen.

Hierzu erklärt Birte Duggen, gleichstellungspolitische Sprecherin der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen:

„Es freut uns, dass die Frauenhäuser Planungssicherheit erhalten, indem Budgetverträge bis einschließlich 31.12.2026 geschlossen werden. Wir bedanken uns beim Bürgermeister zudem dafür, dass er beim zuständigen Ministerium in Kiel nach intensiven Gesprächen eine Erhöhung der vom Land finanzierten Platzzahlen um 4 Plätze erreichen konnte. Die Corona-Pandemie hat gezeigt, wie dringend eine Aufstockung von Frauenhaus-Plätzen notwendig ist. Die in der Pandemie über große Teile herrschenden Kontaktbeschränkungen haben Familien enorm belastet, indem viel von zu Hause gearbeitet wurde und auch die Kinder oftmals in den eigenen vier Wänden betreut worden sind. Auch finanzielle Sorgen und Ängste vor dem Verlust des Arbeitsplatzes wirkten sehr belastend. Das führte vermehrt zu familiären Konflikten und somit auch zu einer höheren Auslastung von Frauenhäusern. So gesehen sind 4 weitere Plätze für Lübeck ein guter Anfang.“

Karin Burakowski, Fraktionsmitglied von Bündnis 90/Die Grünen, ergänzt:

„Es fehlen in Deutschland insgesamt immer noch über 10.000 Frauenhausplätze, obwohl die Istanbul-Konvention die Vertragsstaaten verpflichtet, für ein Schutzsystem zu sorgen, das allen von Gewalt betroffenen Frauen zugänglich ist und sofort Hilfe in ausreichendem Maße bereithält. Dass Frauen also an Frauenhäusern abgewiesen werden, stellt einen Verstoß gegen den völkerrechtlichen Vertrag dar. Der Europarat empfiehlt, dass es pro 7.500 EinwohnerInnen einen Frauenhausplatz gibt. Schleswig-Holstein erfüllt diese Quote nicht. Wir werden also weiterhin fordern, insgesamt mehr Frauenhausplätze zu schaffen, damit Frauen und Kinder in Sicherheit vor Gewalt leben können.“ 

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Birte Duggen | Fraktion | Soziales und Gleichstellung

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